Von Schlaglöchern und Trollen – meine Island-Reise

Der Herold war auf Urlaub! Nachdem die Mittelalter-Saison zu Ende gegangen ist (zumindest die Sommer-Saison) war es Zeit für einen Tapetenwechsel. Es hat mich ins mystische Island verschlagen, das Land der Trolle, Elfen und Nordlichter. Und tatsächlich, beim Blick auf die Landschaft scheint es wirklich als sei das Land einem Fantasy-Roman entsprungen.

In 16 Tagen galt es die Insel zu umrunden. Dank der „Ring-Road“ sollte dies kein Problem darstellen. Allerdings können Unwetter einem durchaus in die Parade fahren indem sie einfach eine Brücke wegspülen. Doch dies scheint in Island keine Seltenheit zu sein, gab es doch bereits nach wenigen Tagen eine provisorische Ersatzbrücke.

Straßen sind auf dieser Insel zwar vorhanden, doch in sehr unterschiedlichem Zustand. Fährt man abseits der „Ring-Road“ steht man ohne Allrad-Antrieb schnell vor einem Stop-Schild. Schlaglöcher sind dann die Norm, gerne auch über 30 Kilometer Länge. Dank passendem Mietauto konnte ich jedoch auch abenteuerlichere Straßen erkunden. Die versteckten Orte die man so entdeckt, abseits der klassischen Touri-Sammelbecken, sind wunderschön und überwältigend.

Ein positiver Nebeneffekt so einer Vulkaninsel sind nicht nur die beeindruckenden Formationen, sondern auch natürlich heißes Thermalwasser. Dieses richt zwar ab und an etwas nach Schwefel, aber auch daran gewöhnt man sich. Island hat eine stark verbreitete Badekultur und so findet man auch in kleinen Orten oder Unterkünften praktisch immer einen „Hot-Pot“. In 40°C warmen Wasser lassen sich die berühmten Nordlichter angenehm beobachten. Auch nach einem langen Wander- oder Autoausflug ist so eine Pool eine wahre Wohltat.

Island ist eine vielschichtige, beeindruckende, wunderschöne Insel, wo man Naturgewalten hautnah beobachten kann. Die Natur ist trotz ansteigender Touristen-Zahlen noch weitgehend unberührt, auch wenn so mancher quer durch die Botanik spazieren muss (was in Island übrigens hohe Strafen nach sich zieht!) und man sich nur über die Respektlosigkeit gegenüber der Natur nur wundern kann. Weder Fotos noch Worte können das Gefühl beschreiben wenn Nordlichter über dir tanzen oder du von einem Berg über die menschenleere Ebene blickst. Island muss man selbst erleben! Also Hinfahren! Aber Vorsicht: Don’t be a bad Tourist in Iceland

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